Aus der 14- jährigen Geschichte des Muldentalkreises,
in dem ich Mitverantwortung getragen habe.
Der Muldentalkreis - ein erfolgreiches Konzept
Der Muldentalkreis hat sich nach der Kreisreform 1994 als ein erfolgreiches Konzept erwiesen:
- Unternehmen, Vereine tragen seinen Namen
- Mit dem Muldental und der Region können wir uns identifizieren.
- Der Muldentalkreis zählt zu den wirtschaftlich stärksten Landkreisen in Sachsen.
- Wir sind dabei, mit unserem Bündnis für Familie und unseren Möglichkeiten noch bessere Rahmenbedingungen für Kinder und Familien zu schaffen.
Wir haben damit gute Voraussetzungen, um uns den Herausforderungen der künftigen Entwicklung zu stellen.
Konzeptionelle Grundlagen
Wir haben wesentliche konzeptionelle Grundlagen für die Kreisentwicklung geschaffen, einschließlich der Konzeptionen für Straßenbau und -verkehr, Altenhilfe, Jugendhilfe, Abfallwirtschaft.
Effektive Strukturen
Wir haben effektive Strukturen aufgebaut, u.a.:
- Eigenbetriebe Kliniken des Muldentalkreises, Kultur und Weiterbildung sowie Abfallwirtschaft
- Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung (BGA) – Optionsmodell Hartz IV
- Betrieb für Beschäftigungsförderung mit allen Gemeinden bis 2003 - galt als Novum in Sachsen (Aufgabenstellung: Arbeit statt Sozialhilfe)
- Arbeitskreise und Arbeitsgruppen, die eine stärkere Bürgerbeteiligung und Transparenz sichern (Rohstoffbeirat, Abfallwirtschaft, Erhalt von Bahnstrecken, Kommunaler Rat, Regionale Initiative Wirtschaft, Schulnetzplanung usw.)
- Naturpark Muldenland zur weiteren Profilierung des Tourismus
- Netzwerk für Kinderschutz
- Beiräte für Senioren und Behinderte zur Mitbestimmung und Interessenvertretung
- Mitgliedschaft in zahlreichen überregionalen Verbänden (z.B. Rettungszweckverband, Regionaler Planungsverband Westsachsen, Abfallwirtschaft)
Der Muldentalkreis ist mit seinen Strukturen gut ausgestattet. Sicher gilt es, manches zu ergänzen und fortzuschreiben, doch auch dazu gibt es bereits Vorstellungen.
Eigene Initiativen
Wir haben eigene Initiativen in Gang gesetzt, um die sozialen Rahmenbedingungen im Muldentalkreis weiter zu verbessern. Eine wesentliche Initiative ist unser Bündnis für Familie, aus der wir bereits erste erfreuliche Entwicklungen erkennen:
- Während der Bundesfamilienbericht 2005 den Muldentalkreis und die Landkreise in den neuen Bundesländern bei dem Kriterium „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ negativ ausweist und als „Refugien“ (Rückzugsorte) bezeichnet, wird der Muldentalkreis im Bericht von 2007 als engagierte Region bezeichnet und belegt im bundesdeutschen Vergleich sogar Platz 23!
- Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes über den Anteil von Kindern unter 6 Jahre in öffentlich geförderter Betreuung liegt der Bundesdurchschnitt der Landkreise bei 51 %, der Muldentalkreis bei 70 %!
Auf diesem Wege wollen wir weiter machen.
Unterstützung der Vereine und Verbände
Einen besonderen Stellenwert hat die Unterstützung der Vereine, Verbände und des Ehrenamtes. Das vielfältige Engagement im Muldentalkreis wird u.a. durch die jährliche Verleihung des Heimatpreises und der Ehrenamtspreise gewürdigt.
Wesentliche Investitionen
Wir haben wesentliche Investitionen durchgeführt und dabei noch eine umfassende Haushaltskonsolidierung vorgenommen.
- Gesamtumfang der Investitionen über 252 Mio. € (Berufs- und Förderschulen, Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Infrastruktur)
- Weitere (restliche !) Investitionen sind auf den Weg gebracht (2.BA Krankenhaus Wurzen, Berufsschule und Musikschule in Wurzen, Volkshochschule in Grimma)
- Es ist erfreulich, dass der überwiegende Teil der öffentlichen Aufträge im Muldentalkreis bzw. in Sachsen geblieben ist (im Jahre 2007 > 80 %).
- Der Muldentalkreis nimmt damit in der Investitionstätigkeit zweifellos eine Spitzenposition in Sachsen ein und wir brauchen auch den Vergleich gegenüber den alten Bundesländern nicht scheuen.
- Schwerpunkte der Investitionen lagen in den Bereichen:
Brücke Podelwitz
Infrastruktur (Kreisstraßen und Brücken)
Beispiele: Berufsschule in Wurzen
Bildung (Berufsschulzentren, Förderschulen)
und Förderschule in Grimma
Beispiel: kommunales Krankenhaus in Grimma
Sozial- und Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen)
Beispiel: FTZ in Trebsen
Brand- und Katastrophenschutz
Wir haben darüberhinaus:
- alle Schulen in einen Top- Zustand gebracht,
- die Sanierung sämtlicher Turnhallen in Trägerschaft des Landkreise abgeschlossen,
- in drei neue Werkstätten für behinderte Menschen sowie in durchweg neue bzw. neuwertige Altenpflegeheime ausreichender Kapazität investiert,
- zwei moderne und gut ausgestattete Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft
- eine moderne und effiziente Kreisverwaltung mit einem zentralen Unterbringungskonzept und hervorragender Ausstattung aufgebaut.
- Unser kreiseigenes Busunternehmen hat zwei neue Betriebshöfe gebaut.
Zum Kreishaushalt:
Der Kreishaushalt 2008 wurde bereits im Dezember 2007 vom Kreistag beschlossen.
Auf Grund der niedrigen Kreisumlage von 25 % bedarf er keiner Genehmigung durch das Regierungspräsidium.
| Verwaltungshaushalt: | 176.629.615 € |
| Vermögenshaushalt: | 13.261.850. € |
| Gesamthaushalt: | 189.881.465 € |
Die Haushaltslage wird als stabil eingeschätzt.
Darüber hinaus enthält der Kreishaushalt eine Reihe von konkreten Verbesserungen, die den Bürgerinnen und Bürgern im Muldentalkreis zu Gute kommen, wie zum Beispiel:
- die Senkung der Elterneigenanteile bei der Schülerbeförderung von 15 auf 5 € pro Monat
- die Senkung der durchschnittlichen Müllgebühr (alles entgegen dem allgemeinen Trend)
- die Gewährung eines Begrüßungsgeldes von 100 € für jedes im Muldentalkreis geborene Kind
- die finanzielle Beteiligung am Tag der Sachsen 2008 in Grimma
sowie günstige Förderungen für Vereine, freie Träger, Soziales, Kultur und Sport.
Sowohl die große Hochwasserkatastrophe 2002 als auch die Vogelgrippe 2006 haben wir Dank der Unterstützung von vielen Seiten und des Engagements der Bevölkerung erfolgreich bewältigt.
Im Muldentalkreis gibt es eine positive Entwicklung zur Erhöhung des Anteils alternativer Energien:
- in Brandis entsteht das größte Solarkraftwerk der Welt
- wir verfügen über moderne Wasserkraft- und Windkraftanlagen
- ingesamt werden derzeit 100 MW aus alternativen Energiequellen erzeugt
- für die Verwaltungsgebäude und die nachgeordneten Einrichtungen der Kreisverwaltung gilt ein sparsamer Energieeinsatz verbunden mit geringen Betriebskosten
- die Waldschule in Grimma wurde bereits als energiesparendes Passivhaus ausgebaut (Modellprojekt)
Damit können wir eine ingesamt positive Bilanz über den vergangenen Zeitraum seit der Bildung des Muldentalkreises im Jahre 1994 ziehen. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dabei mitgewirkt haben.